Bericht des Gemeinderates Süd-West

Bericht des Gemeinderates für das 1. Halbjahr unserer Amtszeit von Dezember 2025 bis August 2026.

 

Wie auch in der vergangenen Amtszeit, möchten wir Sie auch jetzt wieder zweimal jährlich über unsere Arbeit informieren: In unserer konstituierenden Sitzung im Dezember wurden als gleichberechtigte Mitglieder in den Vorstand gewählt: Dr. Mathias Austermann, Petra Langenkämper und Monika Pinno. Verabredet wurde, dass zweimal im Jahr Schwerpunktsitzungen stattfinden, um Informationen mit der Katholischen Hochschulgemeinde und den KiTas auszutauschen und die Zusammenarbeit zu koordinieren. Mitglieder der spanisch sprechenden Gemeinde und auch der portugiesischen Mission sind jeweils zu unseren Sitzungen eingeladen. Neu ist, dass jetzt zum ersten Mal kein Hauptamtlicher mehr an den Sitzungen des Gemeinderates teilnimmt. Wie laut Statut für die pastoralen Gremien im Erzbistum Paderborn (§ 18) vorgesehen, arbeiten die Hauptamtlichen auf Ebene des Pastoralen Raums und nehmen an den Sitzungen des Pastoralverbunds-Rates teil. Ansprechpartner unterstützen jeweils die Arbeit der Vorstände der Gemeinderäte. Für unseren Gemeinderat ist der Gemeindereferent Daniel Feldmann zuständig. Dies ist bereits ein erster Schritt in die Richtung, dass auf Ortsebene Kirche zukünftig stärker vom Ehrenamt getragen sein muss.

Das große Thema unserer Gemeinderatsarbeit ist also „Welche Veränderungen gibt es und wie können wir darauf reagieren?“

In unserer Klausurtagung Anfang des Jahres brachte es eine Teilnehmerin auf den Punkt: Vor 30 Jahren war alles anders: Wir hatten einen Pastor, der für uns zuständig war, der die Menschen vor Ort kannte, alles – oder zumindest vieles – regelte und jeweils sonntags in den Hl. Messen am Altar stand. Jetzt gibt es Zelebranten, die man nicht kennt und die keine Beziehung zur Gemeinde haben. Ja, genau so ist die Situation und die Zeit können wir auch nicht zurückdrehen. Um aber der Anonymität entgegenzuwirken wurde angeregt, dass sich die Zelebranten in den Hl. Messen vorstellen und Plakate für Hl. Kreuz und Hl. Geist erstellt werden mit Portraits und Kurzvorstellung der Zelebranten. Diese hängen bereits jetzt in den Kirchen.

Uns wurde aber anhand dieser Äußerung noch mehr deutlich: Durch den wachsenden Priestermangel wird es in Zukunft immer weniger Priester und Zelebranten geben. Eine feste Zuordnung zu einer bestimmten Gemeinde wird es nicht mehr geben. Wenn es uns also wichtig ist, in Zukunft ein gottesdienstliches Angebot zu haben, dann müssen wir jetzt beginnen Wortgottesfeiern mit Kommunionausteilung am Sonntag anzubieten und diese besondere Form der Gottesdienste mit der Gemeinde einzuüben. Wir haben deshalb gemeinsam mit Hubertus Wand und den Beauftragten für Wortgottesfeiern beschlossen im zweiten Halbjahr 2026 drei Wortgottesfeiern statt der Hl. Messe anzubieten: 16.8. um 10.00 Uhr in Hl. Geist, 4. 10. um 11.30 Uhr in Hl. Kreuz und am 15. 11. um 10.00 Uhr in Hl. Geist. Die übrigen Hl. Messen in Hl. Kreuz bzw. Hl. Geist finden jeweils statt. Erst im neuen Jahr – wenn weitere Wortgottesfeiern angeboten werden –, sollen die Wortgottesfeiern das gemeinsame gottesdienstliche Angebot für den Südwesten sein. Schon jetzt eine herzliche Einladung zu dieser neuen Gottesdienstform. Machen wir uns gemeinsam auf den Weg!

Zum großen Thema Veränderung gehört auch die Umsetzung der „Immobilienstrategie“: Das Immobilienkonzept ist in Paderborn eingereicht, gesichtet, von unseren Beratern mit weiteren Anlagen, Berechnungen und Kommentaren ergänzt und wird zurzeit noch einmal allen Gremien zur endgültigen Beschlussfassung vorgelegt. Wir gehen davon aus, dass in Kürze auch das Erzbistum endgültig mit seiner Unterschrift das Immobilienkonzept in Kraft setzt und alle geplanten Maßnahmen – auch die Profanierungen der Kirchen St. Meinolfus und Hl. Geist sowie die Aufgabe des Gemeindehauses in Hl. Geist – umgesetzt werden können.

Wie Sie bereits wissen ist es uns und den Kirchenvorständen im ehemaligen Pastoralverbund Do‑Mitte‑Südwest ganz besonders wichtig, dass hier im Südwesten auch in Zukunft Kirche weiterhin präsent ist und Räume vorhanden sind, in denen Gemeindeleben stattfinden kann. Der Kirchenvorstand (KV) Heilig Geist führt derzeit Sondierungsgespräche zur eventuellen Anmietung geeigneter Räumlichkeiten. Im Fokus steht dabei die Frage, wie wir auch in Zukunft gemeinsame Treffen und Begegnungen, das sozial caritative Engagement unserer Gemeinden sowie gemeinsame Veranstaltungen der KiTas (für Eltern-Kind-Veranstaltungen, Elterncafés) und vieles mehr ermöglichen können. Die Anmietung der Räume soll in jedem Fall zeitlich befristet sein, um weiteren Entwicklungen Rechnung tragen zu können. All diese Überlegungen formuliert das vom KV Heilig Geist bereits erstellte Nutzungskonzept. Es wird in Kürze dem Pastoralverbundsrat zur Genehmigung vorgelegt und danach in Paderborn eingereicht. Wir rechnen im Frühjahr 2027 mit einer Genehmigung. Zeitnah sollen dann die Gemeindeaktivitäten räumlich ortsnah verlegt werden, das Gemeindehaus geschlossen und zum Verkauf angeboten werden. Die Beendigung der Gottesdienste in Hl. Geist und die Profanierung werden sich ebenso zeitnah anschließen.

Die Umsetzung der Immobilienstrategie ist aber auch Anlass, sich Gedanken über die Fortentwicklung des Standortes Kreuzkirche zu machen und zu überlegen, wie sich die Kirche noch stärker zu einem offenen, lebendigen, zukunftsfähigen Ort für unsere zukünftige Gemeinde entwickeln kann. Am 11. Oktober nach dem ökumenischen Gottesdienst in Hl. Kreuz sind Sie alle herzlich eingeladen, Ihre Wünsche, Gedanken und Hoffnungen während einer Diskussionsveranstaltung zu äußern. Nähere Informationen erhalten Sie beim Gemeindefest am 6.9. in Hl. Geist.

Die weitere große Veränderung ergibt sich aus dem angekündigten Transformationsprozess des Bistums Paderborn. Immer wieder informieren wir uns darüber. Mittlerweile ist entschieden, dass ganz Dortmund ein Seelsorgeraum wird und damit eine Pfarrei. Für die bisherigen Pfarreien ist eine Zusammenführung vorgesehen. Auf der Ebene des Seelsorgeraums wird es ein Leitungstrio, einen Rat der Pfarrei und einen KV geben, die Verantwortung für den gemeinsamen pastoralen, rechtlichen und finanziellen Rahmen des gesamten Seelsorgeraums tragen.  Auf der Ortsebene können lokale Gemeindeteams das kirchliche Leben koordinieren. Daneben können auch thematische Gemeindeteams gebildet werden, die themen- und zielgruppenspezifisch arbeiten, z.B. zum Thema Jugend, Familienpastoral, Liturgie oder ähnliches. Wie genau aber diese Strukturen und die Kommunikationswege zwischen der Leitungsebene und den Ortsebenen aussehen werden, wird zurzeit in Paderborn erarbeitet.   

Zeitplan: Zum neuen Kirchenjahr, ab 1. Advent 2026, werden alle Seelsorgeräume formal errichtet, es beginnt eine geistliche „Ankerzeit“ zum gegenseitigen Kennenlernen und mit geistlichen Angeboten. Am 1. Januar 2027 erfolgt die Veröffentlichung des Personaleinsatzplans für das Pastorale Personal. Ab 2028 fusionieren erste Kirchengemeinden im Seelsorgeraum zu einer Pfarrei, die Leitungstrios nehmen ab 2028 ihre Arbeit auf. In der Zeit bis 2028 koordinieren Übergangsleitungen (für uns Propst Coersmeier und Stefan Kaiser) gemeinsam mit einem Übergangsrat den Entwicklungsprozess im Seelsorgeraum. Der Übergangsrat wird nach der Sommerpause ins Leben gerufen. Nähere Informationen hierzu folgen.

Fest steht:

  • Wir gehen auf eine Kirche zu, die durch Ehrenamt getragen wird.
  • NICHT ALLES WIRD ÜBERALL stattfinden.
  • Es werden keine Initiativen vor Ort zerschlagen, aber nicht jede Initiative wird personell mit Hauptamtlichen entsprechend ausgestattet

Nun zu weiteren Themen des Gemeinderates in diesem Halbjahr:

– Die Missbrauchsstudie war Anlass unsere Betroffenheit zu diesem Thema auszusprechen und uns gegenseitig mitzuteilen.

– Das institutionelle Schutzkonzept zur Prävention von Missbrauch, das alle Gemeinden, Verbände und Einrichtungen erstellen müssen, liegt jetzt für unseren Pastoralen Raum genehmigt vor, muss aber noch ergänzt werden um die Bedingungen vor Ort. Gemeinsam mit den Kirchenvorständen ist jetzt ein Arbeitskreis dabei, diese Risikoanalyse durchzuführen.

– Die Einrichtung eines Präsenzdienstes für die Propsteikirche wurde im Gemeinderat befürwortet. Mittlerweile nehmen 18 Menschen diesen Dienst 2 Stunden pro Woche wahr. Verstärkung ist noch herzlich willkommen.

Veranstaltungen bei uns und im Pastoralen Raum werden regelmäßig geplant und reflektiert:  Auszeiten, Familiengottesdienst in Hl. Kreuz, Christmetten, Silvestermesse in Propstei, Sternsinger-Gottesdienst in Hl. Kreuz, Weihnachtsliedersingen, Aschermittwoch-Gottesdienst, Kar- und Ostertage, Fronleichnam in Hl. Geist.

 

Herzliche Einladung zu den nächsten Veranstaltungen:

6.9. Gemeindefest in Hl. Geist

Wortgottesfeiern:  16.8. um 10.00 Uhr (Hl. Geist), 4. 10. um 11.30 Uhr (Hl. Kreuz), 15.11. um 10.00 Uhr (Hl. Geist),

11.10. ökumenischer Gottesdienst um 10.30 Uhr in Hl. Kreuz, anschließend Veranstaltung zur Fortentwicklung der Kreuzkirche.

Der Gemeinderat

Der Gemeinderat ist ein territoriales Gremium, das als beratendes Gremium für den Pastoralverbundsrat sowohl Verantwortung auf der Ebene des Pastoralen Raums übernimmt als auch Kernaufgaben und Verantwortlichkeiten vor Ort wahrnimmt:

Gemeinderat Dortmund-Mitte Süd-West
 

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